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gedanken aus dem leben

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Bibel konkret, an gewöhnlichen Orten

Schonmal beim Bäcker Gedanken zur Speisung der 5000 gemacht, während im Hintergrund die letzten Brote, die am Tag nicht verkauft wurden, in die Tonne gehauen wurden?
Oder über Sünde, Jesu Tod und Dein Leben, während du im Waschsalon die Wäsche sortierst.

Seit ein paar Tagen schwirrt eine neue, abgefahrene Idee in meinem Kopf:
Bibel an gewöhnlichen Orten.
Das Evangelium praxisrelevant machen.
Zeigen, dass die Bibel auch heute noch relevant und aktueller denn je ist.
Auf eine coole, niederschwellige Art, die junge Leute anspricht und zu nichts verpflichtet.
Mit guter Musik, vorgetragen und zum mitsingen.
Mit einer Message, die verändert und die zum Nachdenken anregt.

Danke an dieser Stelle für meinen katholische Kollegen.
Ich bete, dass wir so ein Projekt aufbauen können!

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MatthiasBibel konkret, an gewöhnlichen Orten
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Predigt: Gefällt mir

Predigt vom 12.06.2016 – Einführungsgottesdienst

„Gefällt mir“

 

 

Liebe Gemeinde,

 

wo soll ich nur anfangen?

Wo soll ich anfangen?

 

Ein riesen Berg an Arbeit liegt vor mir,

so viel gibt es zu tun.

 

Ich weiß ja eigentlich schon ganz genau

wie es einmal sein soll,

ich hab‘ genaue Vorstellungen davon;

 

wie die Kinder miteinander spielen,

wie gemeinsam gegessen wird,

und man meine Geschichten hört – aber:

 

Wie und wo soll ich nur anfangen?

 

 

 

So stell ich mir schon ein bisschen diese Szene vor,

die Szene kurz bevor Gott die Erde macht,

 

Das was Gott vielleicht dachte,

vor dem, was uns die Bibel ganz am Anfang erzählt,

dort wo Gott sich entscheidet, uns einen Lebensraum, die Erde, zu schaffen.

 

Wie fange ich an?

Wo fange ich an?

 

Und wie oft stehen wir Menschen,

die in diesem von Gott geschaffenen Raum leben, ebenfalls vor dieser Frage?

 

Wo fange ich nur an …

… morgens am Schreibtisch – ich hab so viele offene Projekte & Arbeiten.

Wie fange ich nur an …

… das neue Gemeindezentrum mit Leben zu füllen?

Oder wie in meinem Fall:

Berufsanfänger, frisch vom Studium,

voll am Anfang.

 

Ich hab mich mit dieser Frage beschäftigt und entschlossen mich vom Buch der Bücher inspirieren zu lassen.

 

Und wo liest man, wenn man die Frage hat, wie etwas anfangen soll?

Den Anfang: Ich lese – eine etwas abgewandelte Form – des ersten Kapitels im 1. Buch Mose:

 

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Und die Erde war wüst und leer,

und es war finster auf der Tiefe;

und der Geist Gottes schwebe auf dem Wasser.

 

Und Gott sprach:

Es werde Licht! Und es war Licht!

Mit nur 3 Worten.

Und Gott sah, dass das Licht gut war und sagte:

Das gefällt mir.

 

Und er machte weiter:

Machte das Himmelsgewölbe, die Wolken und den blauen Himmel,

und er trennte das Wasser von der Erde,

damit man das Trockene sieht.

Und Gott sah, dass es gut war und sagte:

Das gefällt mir.

 

 

 

 

Und Gott sprach:

Die Erde soll grün werden. Gras soll wachsen, an jeder erdenklichen Stelle.

Und Bäume sollen Früchte tragen, die mega lecker schmecken.

Und es geschah so.

Und Gott sah, dass es gut war.

Und Gott sagte: Das gefällt mir.

 

Und Gott sprach:

Und jetzt noch Sterne.

Und die Sonne und nen Mond.

Und es geschah so.

Und Gott sah, es war gut.

Und er sagt: Das gefällt mir.

 

Und dann schuf Gott die Tiere im Wasser.

Riesige Wale und kleines Plankton.

Und die Vögel am Himmel.

Und dazu die Tiere auf der Erde.

Und Gott sah, dass es gut war.

Und Gott sagte: Das gefällt mir.

 

Und Gott sprach:
Lasset uns Menschen machen,

ein Bild, das uns gleich sei,

die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel

und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde,

zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.

 

Und Gott sah an alles,

was er gemacht hatte, und siehe,

es war sehr gut.

 

Gefällt mir sehr!

 

Wo soll ich anfangen?

Und wie soll ich anfangen?

 

 

Wenn ich ehrlich bin, kommt mir Gott in diesem Bericht doch etwas sehr von sich selbst überzeugt rüber.

 

Fast schon ein bisschen eingebildet.

 

Aber, vielleicht kann ich ja auch etwas davon lernen?

 

 

Also: Erste Feststellung:

Gott fängt an. Gott fängt an.

Und wie er anfängt.

Die Bibel berichtet hier,

wie er uns Menschen einen Lebensraum schafft,

Er schafft Bedingungen, damit wir leben können.

 

Alles was es gibt, kommt von Gott.

 

Gott denkt dabei nicht klein, er denkt groß

und handelt im Kleinen.

Schritt für Schritt.

 

 

 

 

Am Anfang ist das Chaos,

das tohu wa bohu.

 

Wie im Kinderzimmer, wenn mal wieder monatelang nicht aufgeräumt wurde.

Klar, das Genie beherrscht das Chaos,

aber wenn Mama mal wieder sagt,

„Zimmer aufräumen“,

denkt man sich vermutlich auch

„Wo fang ich nur an?“

 

Kinderzimmer kann man dabei natürlich beliebig mit Schreibtisch, Rumpelkammer, Küche oder Werkbank ersetzen!

 

Wieder Raum schaffen, aufräumen.

 

Dabei können wir uns an

Gottes Vorgehensweise ein Beispiel nehmen:

Schritt für Schritt beseitigt er das Chaos.

Bringt Licht ins Dunkel.

Schafft Lebensraum.

 

 

Grundlagen schaffen,

auf denen aufgebaut werden kann.

 

 

Schön gesagt, aber manchmal,

da steht man am Anfang

und da stehen die Probleme wie Berge vor einem.

Unüberwindbare Berge.

 

Wie soll man sich dann bitte an

diesem allmächtigen Gott ein Beispiel nehmen?

 

„Ich hebe meine Augen auf zu diesen Bergen, woher kommt Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“

 

 

 

Wow, was für ein Zuspruch.

Dieser Gott, mit dem alles angefangen hat, der hilft auch mir, und dir, in deinem Anfang.

 

Wir müssen nicht alleine gehen.

Denn Gott geht mit!

 

 

Wenn wir also fragen: Wo fange ich an:

Gott hat schon längst angefangen.

 

Wenn wir fragen: Wie soll es weitergehen?

Gott geht schon längst mit dir!

 

 

Und dann ist da noch eine zweite Feststellung:

Gott gefällt das, was er gemacht hat.

 

Ja, so eingebildet wie das klingt,

er ist von dem was er gemacht hat überzeugt.

Und er sagt: Du gefällst mir!

 

 

Du bist sehr gut!

Das heißt du bist gesegnet,

Er spricht dir Gutes zu,

und damit kannst auch du Gutes tun.

 

 

Deshalb nun eine Frage zum Schluss:

Was denkst du, würde Gott gefallen,

was du tun sollst?

Wo will Gott mit dir anfangen und

Raum zum Leben schaffen?

 

 

Auf dem Liedblatt vorne befindet sich ein kleiner Kasten.

Wenn du möchtest, kannst du dort heute Abend oder gleich

während des nächsten Lieds aufschreiben, aufmalen,

was das wäre.

 

 

Wo will Gott mit dir anfangen?

 

 

 

Und dabei sollen wir nicht vergessen:

Gott hat bereits den Anfang gesetzt.

Er geht mit.

 

Er denkt groß, handelt im Kleinen.

 

Also: nur Mut.

 

Amen.

 

Und der Friede Gottes,

der höher ist als alle Vernunft,

bewahre unsere Herzen und Sinne

in Christus Jesus. Amen.

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MatthiasPredigt: Gefällt mir
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Vom Sein und doch noch nicht ganz sein

Warten ist scheiße. Meistens.

Warten auf eine Zu- oder Absage, auf das Ergebnis von Verhandlungen, auf das Essen wenn man hungrig ist oder das Ankommen. Gefangen sein in dieser Zwischenzeit, in der Ungewissheit ob am Ende auch das Eintritt, was man sich erhofft hatte. Und dann dreht sich alles um das eine, um diesen einen Gedanken “wie wird es ausgehen” und doch darf es sich nicht rund um die Uhr um diesen einen Gedanken drehen. es gilt: Abwarten und Tee trinken.

Ablenkung von der Ungewissheit, von der Zwischenzeit. Normalität herstellen und nicht daran denken müssen.

Warten ist scheiße. Deshalb lieber leben.

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MatthiasVom Sein und doch noch nicht ganz sein
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Handschrift verrät?!

Aus gegebenem Anlass habe ich mich selbst einer Handschriftdeutung unterzogen. Die Graphologie ist (so sagt Wikipedia) “die Lehre von der Handschrift als Ausdruck des Charakters.
Mein Ergebnis:

Der Schreiber ist selbstbewusst und bereit,
seine Stärken auch anderen zu zeigen.
Er ist locker und großzügig.

Der Schreiber ist bestrebt, nach außen etwas darzustellen.

Er ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt er gelassen bis uninteressiert,
wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er
seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Er ist lebhaft und kontaktfreudig.
Mit viel Verständnis für die Belange anderer.

Der Schreiber ist überdurchschnittlich intelligent.
Nüchtern und zweckmäßig bewältigt er seine Aufgaben.

Der Schreiber ist anderen Menschen gegenüber immer offen und aufgeschlossen.
Der Umgang mit Menschen macht ihm Spaß,
der ideale Arbeitsplatz ist da, wo er mit anderen Menschen zu tun hat.

Er arbeitet sehr genau und zeichnet sich durch rationales, analytisches Denken aus.

Der Schreiber ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht.
Er versucht stets, sich für andere einzusetzen.

Der Schreiber wirkt oft etwas nervös und wenig entspannt.

Er ist ein Dickkopf. Die Umwelt wird regelmäßig mit
plötzlich auftretenden Widerständen von seiner Seite überrascht.

Der Schreiber hat sich das Kind im Manne bewahrt.
Darunter leidet manchmal das Pflichtgefühl.

Tja, was soll man dazu noch sagen. Meine Schrift verrät mich?!
Gerne mal selbst ausprobieren: www.graphologies.de

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MatthiasHandschrift verrät?!
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Wenn die Schuhe passen

Und manchmal ist die Weisheit in den letzten Liedzeilen zu finden.
So auch in ‘Wenn Es Gut Ist’ von Olli Schulz:

Wenn die Schuhe passen, geh den Weg und trag sie.

Ich glaube, lange Beziehungen bringen einen Komfort und Luxus mit sich, der im Alltäglichen oft unterzugehen droht. Denn lang-weilige Beziehungen sind wie lange getragene Schuhe: Vom Alltag gezeichnet aber sie tragen uns auf bequeme Weise. Doch wie oft suchen wir, wenn etwas seinen ‘Glanz des Neuen’ verloren hat nach neuem Luxus? Wie oft suchen wir neue Beziehungen anstatt die lang-weiligen zu pflegen?

Vielleicht merken wir auch erst wenn unsere lang-weiligen Beziehungen nicht mehr bestehen, wie gut diese alten doch eingespielt waren, welchen Luxus das Lang-weilige in sich barg und wie es uns getragen hat.
Vielleicht merken wir erst wenn unsere lange getragenen Schuhe weggeworfen wurden, wie gut sie uns doch gepasst haben und erinnern uns daran, was wir alles mit ihnen erlebt haben.

Müssen wir uns wieder neu das Alltägliche, das uns tagtäglich begleitet und uns Komfort und Luxus bieten, zu schätzen lernen?
Die Schuhe, die uns Halt geben. Die Beziehungen die uns tragen. Die Dinge ohne den ‘Glanz des Neuen’.

Ja, ich denke, Dinge schätzen zu lernen und welchen Wert sie für mich haben, dient der Sache.
Aber auch, wenn wir unseren alten, abgetragenen Schuhen eine neue Sohle verpassen, trägt es dazu bei, Dinge schätzen zu lernen.
Auch, wenn wir in unsere lang-weiligen Beziehungen investieren, trägt es dazu bei, diese schätzen zu lernen.

Vielleicht geben wir manchmal viel zu schnell auf. Vielleicht denken wir ‘Neu ist immer besser’. Aber warum nicht ein bisschen investieren? Dann können die abgelaufenen Schuhe eine neue Lauffläche erhalten und lang-weiligen Beziehungen noch lange weilen.

Wenn die Schuhe passen geh den Weg und trag’ sie!
Eine Investition in passende Schuhe Beziehungen.

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